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08.09.2003 / Feuilleton / Seite 13

Gut flennen

Bertolt Brechts »Die heilige Johanna der Schlachthöfe« am Berliner Ensemble mystifiziert

Hein Gothe

Unprofessionalität ist ein gesellschaftliches Ereignis und unbedingt erwünscht.

Unter dem Spielwart Claus Peymann wird das »Berliner Ensemble« seit einigen Jahren auf dem Niveau von 1903 modernisiert. Als das deutsche Drama noch gesund war, hatte es Schicksalszwang und Symboliken. Man sprach Dialekt, trug Moral und belästigte nicht die Obrigkeit. Das Theater der vollendeten Reichseinigung war der Naturalismus. Gerhart Hauptmann entschuldigte sich mit zwanzig Stücken beim Kaiser für die »Schlesischen Weber«, bekam den Nobelpreis und durfte später Joseph Goebbels sein Goethe sein.

Claus Peymann ist auch Demokrat, aber bescheidener. Er hat noch nie einem Amtsvorsteher ans Bein gepinkelt, immer nur Kassenwarten. Peymann entschuldigt sich in jedem Reiheneckhäuschen persönlich dafür, daß in der alten Bundesrepublik irrtümlich mit dem Begriff »Politisches Theater« Versuche angestellt wurden. Sein Auftrag in Berlin ist die Versorgung der Bonner Diaspora und...



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