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06.02.2021 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Geldprotzencholera

1892 wütete die Cholera in Hamburg und forderte mehr als 8.600 Menschenleben. Die SPD-Zeitschrift Die Neue Zeit nannte das »ein Jena der Bourgeoisie«

Im August 1892 begann in Hamburg der letzte große Choleraausbruch in Deutschland. Begünstigt wurde er durch Versäumnisse des Senats und der Bürgerschaft, die sich jahrzehntelang nicht auf den Bau einer Filteranlage für Trinkwasser hatten einigen können. Unter den deutschen Großstädten hatte die Hafenstadt den höchsten Anteil an unhygienischen Kellerwohnungen. Der Bakteriologe Robert Koch, den die Reichsregierung nach Ausbruch der Seuche entsandte, ordnete die Abriegelung des Hafens, Schulschließung und Einstellung des Fernverkehrs an. Einzige handlungsfähige Organisation war die SPD, die z. B. auf Flugblättern Verhaltensratschläge an alle Haushalte gab. Die SPD-Zeitschrift Neue Zeit kommentierte die Zustände am 7. September 1892. Ein Auszug:

Eben jetzt führt eine sachkundige Stimme in der Kreuz-Zeitung aus, dass die Trinkwasserverhältnisse in Hamburg die Stadt seit mindestens einem Menschenalter mit der offenkundigen Gefahr der Cholera bedroht hätten. Nich...

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