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29.12.2020 / Feuilleton / Seite 10

Ruhe und Sturm

Peer Schmitt

Es ist 1984. Wie auch anders? Im zweiten Wonder-Woman-Film erholt sich die Titelfigur (Gal Gadot) von ihren Erlebnissen in Ersten Weltkrieg aus dem ersten Film in einem irrealen Washington, D. C., der 80er und arbeitet dort als Anthropologin. Dieses 1984 ist nicht die Orwellsche Welt, sondern das konsumkapitalistische Weltende der Reagan-Periode, in der die Götter mit vollen Händen ihre Gaben ausstreuen. Was bekanntlich in Wahrheit ein Fluch ist: »Die Götter wollen dein Verderben!«

Kein Wahrheitsministerium muss hier mehr die Geschichte manipulieren, wenn die Geschichte bald schon zu Ende gegangen sein wird. »Willkommen in der Zukunft«, kündigt sich dieses 1984 selbstironisch im Werbefernsehen an, um Firmenanteile an einem ominösen Unternehmen anzupreisen, das alle Wünsche zu erfüllen verspricht: »Welcome to Black Gold Cooperative, the first Oil Company run for the peop...

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