22.08.2003 / Inland / Seite 6

Betriebsratfreie Zone in Jena

Firmenchef sperrt wegen angeblicher Insolvenz Beschäftigte aus

Günter Platzdasch

Betritt man das Sico-Gewerbegebiet in Jena, so steht man vor einem Lageplan diverser Sico-Betriebe. Aber mit deren Eigenständigkeit scheint es nicht weit her zu sein, wurde am Freitag letzter Woche doch aus der österreichischen Sico-Zentrale einfach die Sico Technology GmbH in Jena dichtgemacht.

Zu DDR-Zeiten zum Jenaer Glaswerk gehörig, wurde der Betrieb 1993 der Treuhand von Sico, einer im österreichischem Bad Bleiberg residierenden Firma, abgekauft. Vor zwei Jahren gab es im Jenaer Werk noch 100 Beschäftigte, jetzt sind es nur noch 30. Im österreichischen »Headquarter« arbeiten, so Geschäftsführer Walter Nadrag gegenüber junge Welt, 20 Beschäftigte. Am vergangenen Freitag dann die Hiobsbotschaft: Geschäftsführer Nadrag versammelte die in Jena Übriggebliebenen und verkündete, das Werk sei insolvent und der Betrieb ab sofort geschlossen. Acht Mitarbeitern wurde eine Weiterbeschäftigung anderswo angeboten – daraufhin hätten sie, so Nadrag, einen Auflös...

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