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20.08.2003 / Ausland / Seite 8

Indigene im Fadenkreuz

Schwere staatsterroristische Übergriffe auf Urbevölkerung Kolumbiens. Ölgier als Grund?

Constanza Vieira, Bogota/IPS

Die kolumbianische Vertretung des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) beklagt eine wachsende Zahl schwerer Übergriffe auf Ureinwohner Kolumbiens. Diese ginge in erster Linie auf das Konto rechtsextremer Paramilitärs (AUC) und der Spezialeinheiten der Armee. Neu sei, daß in dem seit mehr als 40 Jahren anhaltenden Bürgerkrieg zunehmend die indianische Bevölkerung Opfer werde: Allein zwischen Januar und Mai dieses Jahres wurden 106 Indianer ermordet. Weiter seien Einschüchterungsversuche und Drohungen, kollektive Vertreibung und Zwangsrekrutierungen, blokkierte Versorgungswege und Übergriffe auf die Kultstätten der Indianer an der Tagesordnung.

»Bei vielen Überfällen, die sich gezielt gegen Indigene richten, haben wir eine Verbindung zwischen der Armee und paramilitärischen Gruppen festgestellt«, so der Direktor des UNHCR-Büros, Amerigo Incalcaterra. Zumindest über einige Fälle sei die Regierung informiert, betonte er und kritisierte die mangelnde Bereits...

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