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20.05.1997 / Inland / Seite 0

Tschechische Frage soll offen bleiben

Sudetendeutsches Pfingsttreffen in Nürnberg

Thies Marsen, Nürnberg

Ein »Versuch, unserer Volksgruppe den Totenschein auszustellen«, sei die deutsch-tschechische Aussöhnungserklärung. Mit solchen Aussagen konnte Franz Neubauer, Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft, am Wochenende tosenden Applaus bei seinen Anhängern ernten. Deutlich schwerer war es für den Schirmherren des 48. Sudetendeutschen Tages, Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU), den Jubel der zehntausend herauszufordern. Schließlich hatte die CSU in der Bundesregierung die Erklärung mitgetragen. Deshalb sah es zuerst so aus, als würde die Veranstaltung, die am Wochenende in Nürnberg stattfand, zum Debakel für Stoibers Partei werden.

Stoiber wurde in Nürnberg zunächst nur mit artigem Beifall und zahlreichen Pfiffen empfangen. Als ein Sprecher schließlich Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer (Bündnisgrüne) begrüßte, verwandelte sich die Frankenhalle für Minuten in ein wütendes Tollhaus. Auch der Vertreter der Bundesregierung, Bauminister Klaus ...

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