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06.10.2020 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kriegsfaktor Wirtschaft

Im Berg-Karabach-Konflikt stehen sich das ökonomisch stärkste und schwächste Land des Südkaukasus gegenüber

Reinhard Lauterbach

Im wieder aufgeflammten Krieg um Berg-Karabach kann sich Aserbaidschan einen langen Atem leisten. Das Land ist dank seiner reichen Öl- und Gasvorkommen die bei weitem stärkste Volkswirtschaft des Südkaukasus – auch wenn die Einnahmen stark mit dem Öl- und Gaspreis schwanken. Zwar sind Pro-Kopf-Zahlen immer von begrenzter Aussagekraft, weil sie Ungleichheiten in der Einkommensverteilung ignorieren, aber die Größenordnungen sprechen für sich: In Aserbaidschan war nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf 2017 mit 17.500 US-Dollar fast doppelt so hoch wie das in Armenien, wo dieselbe Kennziffer im gleichen Bezugsjahr bei nur 9.500 US-Dollar lag. Aserbaidschan kann noch aus einem anderen Grund zuversichtlich in seine finanzielle Zukunft blicken: Noch in diesem Herbst soll eine zweite Gaspipeline in die Türkei fertiggestellt werden, auf deren Gasmarkt das Land am Kaspischen Meer in diesem Jahr 23,5 Prozent des Bedar...

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