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28.09.2020 / Schwerpunkt / Seite 3

Staatsfeind Nummer eins

USA gegen Assange: Rechtsbruch mit System. Informationen zu Kriegsverbrechen sollen nicht an Öffentlichkeit gelangen

Ina Sembdner

Seit dem 7. September folgt jeder Wochentag für Julian Assange dem gleichen Muster: Um fünf Uhr morgens wird der Wikileaks-Gründer und von den Vereinigten Staaten der Spionage angeklagte Journalist im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in London geweckt, mit Handschellen gefesselt in eine Wartezelle verbracht, dann nackt ausgezogen und geröntgt. Es folgen eineinhalb Stunden Fahrzeit »in etwas, das sich wie ein vertikaler Sarg in einem klaustrophobisch engen Lieferwagen anfühlt«, so Assanges Verlobte Stella Morris auf Twitter. Im Gericht Old Bailey angekommen, ist er genötigt, dem Prozess von der Anklagebank hinter Panzerglas zu folgen. Der frühere britische Botschafter und heutige Unterstützer Assanges, Craig Murray, gehört zu jenen fünf Personen, die persönlich anwesend sein dürfen. Auf seiner Webseite berichtet er ausführlich über das Verfahren.

Zu den Rahmenbedingungen: NGO wie Reporter ohne Grenzen oder Amnesty International sowie parlamentarische Proz...

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