30.07.2003 / Feuilleton / Seite 13

»KNO« tat sein Bestes

Zum Tode von Heinz Knobloch

Klaus Polkehn

In seinem letzten Buch (»Das Lächeln der Wochenpost«, 2002) hat er Freunden und Kollegen wunderschöne Geschichten und Anekdoten nachgerufen, richtige Nachrufe also. Wer aber wird solche über Heinz Knobloch, der am Donnerstag voriger Woche im Alter von 77 Jahren verstarb, schreiben? Nötig wäre es gewiß. Natürlich sind in den vergangenen Tagen zwischen Frankfurt (Oder) und Frankfurt (Main) seine zahlreichen Bücher mit berechtigtem Lob bedacht worden: Die Wiederentdeckung des Philosophen Moses Mendelssohn (»Herr Moses in Berlin«, 1979), der Rosa-Luxemburg-Sekretärin Mathilde Jacob (»Meine liebste Mathilde«, 1985), das Auffinden des Mannes, der die Vernichtung der Synagoge in der Oranienburger Straße während der Pogromnacht von 1938 verhindert hatte (»Der beherzte Reviervorsteher«, 1989). Seine Feuilletons wurden gewürdigt. Denn eine Stärke des Autors, der da scheinbar so leichtfüßig daherkam, war die sehr gründliche Recherche, die Gewissenhaftigkeit der Pers...

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