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22.08.2020 / Feuilleton / Seite 10

Kunst und Keile

Am glücklichsten sind die Rechten: Lehren für die Linke aus dem Streit um Lisa Eckhart

Kai Köhler

Was bisher geschah: Die Kabarettistin Lisa Eckhart machte bei einem Auftritt 2018 ihre Scherze über drei Männer aus der Filmbranche, die wegen sexueller Übergriffe von der »#MeToo«-Bewegung angegriffen wurden; seien diese Übergriffe nun erwiesen (Harvey Weinstein, Roman Polanski) oder zumindest behauptet (Woody Allen). Genauer: Sie scherzte darüber, dass diese drei Männer Juden sind.

Das ist eine Inhaltsangabe, und sie ist völlig falsch. Verbreitet Eckhart das antisemitische Klischee vom sexgierigen Juden, der unschuldige Mädchen verdirbt? Dieser Verdacht wurde geäußert, als Eckhart nun beim Hamburger Harbour-Front-Literaturfestival aus ihrem ersten Roman lesen sollte. Die Veranstalter erhielten den Hinweis, dass es Störungen geben könne. Ängstlich geworden, luden sie Eckhart aus. Die Empörung in der Kulturwelt war groß: Zensur! Noch ängstlicher geworden, luden si...

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