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17.08.2020 / Ausland / Seite 7

Mit zweierlei Maß

Israel wendet für Palästinenser eigene juristische Standards an. Beschuss von Gazastreifen geht weiter

Gerrit Hoekman

Israel hat einen mit dem Coronavirus infizierten 15 Jahre alten palästinensischen Teenager drei Wochen lang inhaftiert, ohne ihn auch nur einmal zu verhören. Der Junge war am 23. Juli im Flüchtlingslager Al-Dschalasun in der Nähe von Ramallah festgenommen und im Gefängnis positiv auf das Virus getestet worden. Das berichtete die israelische Tageszeitung Haaretz am Mittwoch.

Die Besatzungsmacht verlegte ihn daraufhin nach ein paar Tagen aus dem Schikma-Gefängnis in Aschkelon in die Ramon-Haftanstalt in der Negev-Wüste. Dort gibt es einen Block, in dem infizierte Häftlinge isoliert werden. Seitdem hätten die israelischen Behörden die Haft des Jungen zweimal verlängert. Obwohl er ursprünglich nur verhaftet worden war, um verhört zu werden, sei er bis heute nicht befragt worden, so Haaretz weiter.

Im April gab die israelische Regierung einen temporären Erlass heraus, der es der Justiz erlaubte, Verhaftete länger als üblich in U-Haft zu belassen, falls sie weg...

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