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11.08.2020 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Ein Hauch von Knast

Coronakrise: Hunderttausende Seeleute sitzen auf Schiffen fest und protestieren mit Streiks

Burkhard Ilschner

Seit Monaten beklagt die Internationale Transportarbeiterföderation (ITF) als globale Gewerkschaft auch der Handelsschiffahrt, dass die Besatzungen vieler Schiffe wegen der Coronapandemie »wie auf schwimmenden Gefängnissen« festsitzen, weil ihre Ablösung nicht funktioniere. Jetzt ist einigen der Kragen geplatzt: Auf mehreren Schiffen in australischen Häfen, eines davon ein deutsches, sind jüngst die Beschäftigten in den Streik getreten und weigern sich, weiterzufahren.

Weltweit sitzen Seeleute wegen der jeweiligen Coronamaßnahmen ohne Ablösung in Häfen und auf Schiffen fest (siehe jW vom 21. April): Häfen und Grenzbehörden verhängen Sperren, Reeder wollen für eine »pandemiegerechte« Organisation des Crewwechsels – organisatorisch problemlos möglich – nicht bezahlen. Mitte Juli schätzte die ITF die Zahl der festsitzenden Seeleute weltweit auf mindestens 600.000, warnte wiederholt vor schwerwiegenden Folgen für Sicherheit und Kontinuität des Seeverkehrs.

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