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11.08.2020 / Feuilleton / Seite 11

Das Narrativ vom Narrativ

Gewalt ist keine Erzählung, aber sie muss erzählt werden. Überlegungen zu Philipp Bloms Essay »Das große Welttheater«

Götz Eisenberg

Werden wir wirklich von Erzählungen beherrscht, bestimmen Narrative über unser Leben? Das zumindest ist die zentrale These von Philipp Bloms neuem Buch »Das große Welttheater«. Auf der Bühne des Welttheaters würden unablässig Stücke aufgeführt, die jeweiligen Akteure sprächen und erzählten, so der Wiener Schriftsteller und Historiker. Von den antiken Mythen bis zu den heutigen, die davon berichten, dass man es schaffen kann, wenn man nur will und der Markt einem gnädig ist. Diese wechselnden Erzählungen seien es, die den Gang der Geschichte bestimmten. Für Marx war die (bisherige) Geschichte eine von Klassenkämpfen, bei Blom – und natürlich nicht nur bei ihm – ist sie eine von Erzählweisen. Um deren Hegemonie wird freilich ebenfalls gerungen, aber es sind Diskurskämpfe, Kämpfe um Sprachregelungen und Narrative. Das Kapital ist aber kein Narrativ, sondern ein gesellschaftliches Gewaltverhältnis, Kommando über Muskeln, Gehirne und Lebenszeit von Menschen. A...

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