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10.08.2020 / Thema / Seite 12

Befreiung im Krieg

Rassismus und Ökonomie (Teil II und Schluss): Erst der nordamerikanische Bürgerkrieg brachte die Sklavenemanzipation. Marx und Engels sahen in ihm einen Testfall für die Arbeiterbewegung weltweit

Jürgen Pelzer

»Das bedeutendste Aktenstück der amerika­nischen Geschichte seit Begründung der Union.«

(Karl Marx über Abraham Lincolns Proklamation der Sklavenemanzipation am 22. September 1862)

Als der amerikanische Bürgerkrieg im April 1861 ausbrach, waren sich Marx und Engels weitgehend im klaren darüber, wer hier gegen wen kämpfte, und warum. Beide standen von Anfang an auf der Seite der am Ende siegreichen Nordstaaten, deren Erfolg sich jedoch erst spät abzeichnete. Die Sklavenbefreiung, zu der es kommen sollte, galt keineswegs als eine Art Kriegsziel. Vielmehr stellte sich die Situation seit etwa 1850 als unübersichtlich, ja krisenhaft dar, ohne dass den Zeitgenossen die wahren Gründe für die Zuspitzung der politischen und sozialen Probleme, die sich nach den langen Wirtschaftskrisen der dreißiger Jahre und dem Krieg gegen Mexiko ergeben hatten, klar geworden wären.

Der Weg in den Bürgerkrieg

Abraham Lincoln, der seit März 1861 Präsident war, hatte zwar moralisch...

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