17.07.2003 / Inland / Seite 4

»Das macht doch alles keinen Sinn mehr«

Geduldete jugendliche Flüchtlinge haben kaum Chancen auf Jobs

Reimar Paul

Halisa Alikhan hat an der Realschule Einbeck (Niedersachsen) ihr Abschlußzeugnis erhalten. Die Noten sind in Ordnung, doch freuen kann sie sich darüber nicht. Am liebsten würde die fast 17jährige eine Ausbildung als Krankenschwester machen, aber daraus wird auf lange Sicht nichts. Ihre Familie, die Mitte der achtziger Jahre aus dem Libanon in den Kreis Northeim flüchtete, wird in Deutschland lediglich geduldet und fällt damit unter ein weitreichendes Arbeitsverbot.

Das gilt auch für Ilham El-Zein. Die Hauptschule hat sie vor einem Jahr abgeschlossen, danach eine Kinderpflegeschule besucht. Nun will sie arbeiten, am liebsten als Arzthelferin, aber auch Jobs als Verkäuferin oder Kellnerin würde sie gerne annehmen.

Ilham hat sich schon in zahlreichen Praxen, Geschäften und Restaurants vorgestellt. Ein Arbeits-, Ausbildungs- oder auch nur Praktikumsplatz sprang dabei nicht heraus. Mehrere Ärzte und Geschäftsleute wollten Ilham beschäftigen, aber als sie...



Artikel-Länge: 3876 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe