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09.07.2020 / Schwerpunkt / Seite 3

Das große Fressen

Investoren sind in der Krise auf der Suche nach günstigen Filetstücken. Private-Equity-Fonds grasen den Markt nach Übernahmeobjekten ab

Simon Zeise

Es ist angerichtet. Investoren kaufen am liebsten, wenn die Preise im Keller sind. Die Finanzkrise 2008/09 hat die Renditen von Private-Equity-Gesellschaften in die Höhe schnellen lassen. Die Branche sitzt auf einem Riesenberg Geld: Die Fonds, die nicht an der Börse gelistet sind und sich an Unternehmen beteiligen, um sie auf Rendite zu trimmen, haben im vergangenen Jahr rund 1,5 Billionen Dollar gehortet, die gewinnbringend angelegt werden wollen. In der Branche spricht man von »Dry Powder« (trockenes Pulver), das es zu verschießen gilt. Und da im Herbst die staatlichen Stützungsmaßnahmen für Unternehmen auslaufen und eine Pleitewelle droht, sind Firmen billig zu haben. Oder – etwas vornehmer ausgedrückt – in den Worten der Spekulanten: »Wir haben in den vergangenen Jahren mehr Geld von Kunden erhalten als investiert. Kurzfristig beobachten und antizipieren wir weitere erhebliche Marktverwerfungen, die zu attraktiven Möglichkeiten im Bereich der notleide...

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