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09.07.2020 / Titel / Seite 1

Erfolgreich vertuscht

Ermittlungen zum Oktoberfestattentat 1980 erneut eingestellt: Wichtige kriminalistische Untersuchungen waren schon lange unmöglich gemacht worden

Claudia Wangerin

Fast 40 Jahre nach dem Münchner Oktoberfestattentat hat die Bundesanwaltschaft den Fall zum zweiten Mal zu den Akten gelegt. »Weitere erfolgversprechende Ermittlungsansätze sind derzeit nicht zu erkennen, weshalb die Ermittlungen einzustellen waren«, teilte die Strafverfolgungsbehörde am Mittwoch in Karlsruhe mit. Anders als bei der ersten Einstellung 1982 stuft sie den Bombenanschlag aber inzwischen als politisch rechts motivierten Terrorakt ein.

Am 26. September 1980 waren bei der Explosion auf der Festwiese 13 Menschen getötet worden, darunter der später als Attentäter identifizierte Gundolf Köhler. Dessen Kontakte zu ultrarechten Organisationen wie der »Wehrsportgruppe Hoffmann« hatten die Ermittler nicht davon abgehalten, den Studenten als psychisch gestörten Einzeltäter einzustufen.

Am Mittwoch stellte die Bundesanwaltschaft klar: »Köhler handelte aus einer rechtsextremistischen Motivation heraus.« Dies folge auch aus »seinen kurz vor der Tat getäti...

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