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07.07.2020 / Schwerpunkt / Seite 3

Methoden getestet

Drei Jahre nach G-20-Gipfel in Hamburg kein Ende der Prozesswelle gegen linke Aktivisten in Sicht

Kristian Stemmler

Die Lagerhalle steht heute wieder leer, auf dem Parkplatz wuchert Unkraut. Vor drei Jahren war das Areal im Süden Hamburgs mit NATO-Draht eingezäunt und schwer bewacht, auf dem Parkplatz standen Container, in der Halle befand sich eine Gefangenensammelstelle, kurz GeSa. Es war ein Ort fortgesetzter Menschenrechtsverletzungen im Juli 2017, während des G-20-Gipfels, der sich an diesem Dienstag zum dritten Mal jährt. Gipfelgegner wurden hier bis zu 30 Stunden in neun Quadratmeter große, fensterlose Zellen mit weißen Wänden gesperrt, bei grellem Neonlicht rund um die Uhr. Übergriffe waren an der Tagesordnung.

Polizeigewalt straffrei

Von den in der GeSa eingesetzten Polizisten stand ein einziger vor Gericht – weil er einen Kollegen im Streit eine Bänderdehnung am kleinen Finger zugefügt hatte. Eine von vielen Absurditäten, die kennzeichnend sind für die polizeiliche und juristische Aufarbeitung des Gipfels, bei dem ein Heer von rund 33.000 Polizisten die Staat...

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