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02.07.2020 / Feuilleton / Seite 10

Ein Hansel ist wie der andere

Ohne Fortschritt keine Emanzipation in und von der Liebe: Christian Petzolds Film »Undine«

Peer Schmitt

Mit allen Wassern gewaschen. Mit den Wassern der Wupper und denen der Spree. Das Wasser im Glas für den Sturm und das für die Fische im Aquarium. Ziemlich zu Beginn des neuen Films von Christian Petzold, »Undine«, zerspringen, von der elementaren Macht der Trennungstränen der Titelfigur bewegt, die Glaswände eines recht dekorativen Aquariums. Das befindet sich im Innenraum eines Straßencafés, also am archetypischen Ort der Trennungsgespräche, der somit erst einmal unter Wasser gesetzt wird.

Lediglich die seltsame Spielfigur eines Tiefseetauchers im berufstypischen, ihn völlig von der Umwelt abschließenden Anzug bleibt in seinem Element (der Ordnung der Symbole). Die Fische hingegen liegen auf dem Trockenen (dem Teppich). Das Paar – Undine (Paula Beer) und ihr Hans (Franz Rogowski) – hat sich gefunden. Die Spielfigur liegt zwischen ihnen. »Ich habe einen Mann gekannt, der hieß Hans, und er war anders als alle anderen«, heißt es in Ingeborg Bachmanns Erzähl...

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