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02.07.2020 / Inland / Seite 8

»Eine solche Darstellung ist schlichtweg ekelhaft«

Antifaschisten kritisieren Museum in Wolfenbüttel wegen Verschweigen der Judenverfolgung vor 1939. Gespräch mit Joachim Gottschalk

Kristian Stemmler

Ihre Frau und Sie engagieren sich seit Jahren gegen den wachsenden Antisemitismus in der Gesellschaft. Kürzlich haben Sie nach dem Besuch des Bürgermuseums in Wolfenbüttel Strafantrag wegen eines geschichtsverfälschenden Textes gestellt. Worum geht es da?

Im Themenabschnitt »Uniformierte Zeiten« über die Nazizeit in Wolfenbüttel wurde auf einer Texttafel so getan, als habe es eine Judenverfolgung vor 1939 dort nicht gegeben. Da steht: »Die Kriegsjahre bedeuteten für die nicht zur nationalsozialistischen ›Volksgemeinschaft‹ zählenden Wolfenbütteler Juden zunächst Ausgrenzung, Auswanderung und ab 1942 Deportation und Tod.«

Damals wurden aber in der Stadt schon vor Kriegsbeginn unter anderem 33 Männer nach Buchenwald verschleppt, die Geschäftsleute schrieben an ihre Läden: »Bei uns sind Juden nicht erwünscht!« Die Synagoge wurde niedergebrannt. Das Verschweigen der Judenverfolgung 1933 bis 1939 ist nicht nur eine Bagatellisierung des Wesens und der Morde der...

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