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17.06.2020 / Titel / Seite 1

Blockieren und schweigen

Prozess um Mord an Walter Lübcke: Hauptangeklagter will zunächst keine weitere Version erzählen. Verteidiger arbeiten gegeneinander

Claudia Wangerin

Die Verlesung der Anklageschrift gegen Stephan Ernst und Markus Hartmann musste zu Beginn des Prozesses vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main am Dienstag bis zum Nachmittag warten: Die Verteidiger der beiden Neonazis stellten zunächst Anträge, die deutlich machten, dass die Angeklagten jeweils für sich allein kämpfen. Ob dabei noch nicht angeklagte Dritte geschont werden, ist unklar – gegenseitig schonen sich Ernst und Hartmann im Prozess um die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke und den Mordversuch an dem Asylsuchenden Ahmed I. jedenfalls nicht.

Ernst hatte im Juni 2019 den Mord an Lübcke gestanden, seine Aussage aber kurz darauf widerrufen und behauptet, Hartmann habe die Pistole in der Hand gehabt, als sich der tödliche Schuss auf der Terrasse des CDU-Politikers gelöst habe. Vor Gericht will Ernst zunächst schweigen. Die Bundesanwaltschaft hält ihn weiter für den Haupttäter – Hartmann wird Beihilfe zum Mord vorgeworfen.

Er...

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