30.06.2003 / Ausland / Seite 9

»Freiheit hinter Gittern«

Internationale Solidaritätsaktion: Freilassung von Milosevic gefordert

Rüdiger Göbel, Den Haag

Die gute Nachricht zuerst. Die internationale Solidarität, auch mit Serbien und Jugoslawien, lebt weiter, sie ist nicht nur eine papierene Parole aus der Mottenkiste linker Geschichte. Aus einem Dutzend Länder, darunter Deutschland, die USA, Kanada, Italien, Frankreich, Österreich, Griechenland, Belgien, Bulgarien und Serbien, kamen am Samstag Demonstranten in Den Haag zusammen, um die Freilassung Slobodan Milosevics zu fordern und an die Opfer des NATO-Bombenkrieges 1999 zu erinnern.

Im Auftrag der Aggressorstaaten wird dem früheren Präsident Jugoslawiens vor dem UN-Tribunal der Prozeß gemacht wegen angeblicher Kriegsverbrechen in Kroatien, Bosnien-Herzegowina und im Kosovo. Seit zwei Jahren wehrt sich Milosevic erfolgreich und daher weitgehend unbeachtet gegen seine Ankläger. Mit jugoslawischen und serbischen Fahnen, »Slobo, Slobo«-Rufen und Partisanenliedern marschierten die Demonstranten ins benachbarte Scheweningen, wo er seit dem 28. Juni 2001 i...

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