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08.05.2020 / Ausland / Seite 6

Warschau hält sich bedeckt

Polnische Reparationsforderungen an Deutschland angeblich endgültig berechnet. Öffentliche Erörterung »bei Gelegenheit«

Reinhard Lauterbach, Poznan

Die polnische Parlamentskommission zur Ermittlung der Reparationsforderungen des Landes an die Adresse der Bundesrepublik hat ihre Arbeit abgeschlossen. Das sagte der Vorsitzende, der PiS-Abgeordnete Arkadiusz Mularczyk, Anfang dieser Woche der Deutschen Presseagentur. Zur Höhe der Forderung wollte er sich nicht äußern. Dies werde »bei gegebener Gelegenheit« geschehen, so Mularczyk. Auch das polnische Außenministerium erklärte gegenüber dpa, das Reparationsthema werde derzeit in der polnischen Regierung »nicht diskutiert«. Im Vorfeld hatte Mularczyk mehrfach polnische Entschädigungsansprüche in Größenordnungen zwischen 700 Milliarden und 1,2 Billionen Euro ins Gespräch gebracht.

Die Zurückhaltung bei der Bekanntgabe deutet darauf hin, dass im Hintergrund nach einem »Deal« gesucht wird, der beiden Seiten erlaubt, das Gesicht zu wahren. Niemand kann bestreiten, dass die Bundesrepublik als Rechtsnachfolgerin des Deutschen Reiches Verantwortung trägt für die ...

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