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30.04.2020 / Thema / Seite 12

Die Weitsicht einer Minderheit

Vor 30 Jahren protestierten Arbeiter der DDR gegen die absehbaren Folgen des Anschlusses an die Bundesrepublik

Jörg Roesler

Am 18. März 1990 erfüllte sich in der DDR mit den ersten Wahlen nach westlichem Muster – den ersten freien Wahlen in Ostdeutschland, wie es stets heißt – eine der Forderungen von Bürgerrechtlern. Die waren im Herbst 1989 auf die Straße gegangen, um in der DDR eine Ablösung der SED-Herrschaft zugunsten einer parlamentarischen Demokratie zu erreichen. Zu klären war mit dem Wahlgang nicht mehr, ob der alte Staat bleiben würde, sondern auf welche Weise die von fast allen Parteien – von der Christlich-Demokratischen Union (oder Ost-CDU) bis zur Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) – angestrebte Vereinigung beider deutscher Staaten vollzogen werden würde. Die DDR-Bürger konnten sich mit ihrer Stimmabgabe entweder für Parteien entscheiden, die versprachen, alle Anstrengungen zu unternehmen, als selbstbewusste Verhandlungspartner in den Vereinigungsprozess zu starten, wie die PDS und die im Bündnis 90 zusammengefassten Bürgerrechtler das vorhatten. Oder si...

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