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28.04.2020 / Schwerpunkt / Seite 3

Verhasster IWF

Internationaler Währungsfonds und korrupte »Eliten« haben Argentinien erneut vor den Staatsbankrott gebracht

Joachim Jachnow

Das Wall Street Journal erklärt die Welt in Volkscharakteren: »Die meisten Länder haben einen historischen Schurken. Für Kuba ist es Uncle Sam. Für einige im Nahen Osten ist es Israel. In Argentinien richtet sich die Wut auf den Internationalen Währungsfonds.« Für das US-Börsenblatt kann nur eine Art nationaler Kollektivwahn dafür verantwortlich sein, dass die meisten Argentinier »dem Kreditgeber, der einspringt, um verschuldeten Regierungen aus der Klemme zu helfen« zutiefst misstrauen.

In Argentinien weiß hingegen jedes Schulkind, dass der IWF kein barmherziger Samariter ist, wie die Zeitung in ihrer Ausgabe vom 26.12.2019 ihren Lesern einreden wollte. In der Geschichte zeigte sich dies schon allein daran, welchen Regierungen der Fonds »aus der Klemme half« und welchen nicht. Die erste großzügige Kreditvergabe nach dem Militärputsch von 1955 gegen Staatspräsident Juan Perón erfolgte ebensowenig zufällig wie die Milliardenfinanzierung des Folterregimes v...

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