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18.04.2020 / Inland / Seite 5

Leere Straßen am Kampftag

DGB sagt alle 1.-Mai-Veranstaltungen ab. Einzelgewerkschaften unterstützen den Dachverband – Linksgewerkschafter kritisieren das

Oliver Rast

Kein Demonstrieren, auch kein Flanieren, keine Rednertribühne, keine Stände mit Bratwurst und Bierausschank. Der öffentliche Protestraum Straße bleibt am diesjährigen 1. Mai leer. Das gab der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) bereits am 20. März in einer Stellungnahme bekannt. Statt dessen soll das Publikum über gewerkschaftseigene Kanäle mit Videobotschaften der Vorsitzenden unterhalten werden.

DGB-Einzelgewerkschaften unterstützen die »Protestverlagerung« ins Virtuelle. Vertreter der linksgewerkschaftlichen »Vernetzung für kämpferische Gewerkschaften« (VKG) hingegen kritisieren die DGB-Vorstandsentscheidung in einer am Donnerstag verbreiteten Erklärung als »von oben herab«.

Absagen verfrüht?

Bis ins Jahr 1949 muss man zurückgehen. Seitdem hat der DGB ununterbrochen auf Straßen, Plätzen oder in Sälen für Gewerkschaftsrechte protestiert. Der »Ausnahmezustand« während der Coronapandemie lasse aber aktuell keine Aufzüge zu, sagte der DGB-Vorsitzende Reiner H...

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