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01.04.2020 / Feuilleton / Seite 14

Rotlicht: Solidarität

Arian Schiffer-Nasserie

Solidarität ist schon unter normalen Bedingungen ein inflationär gebrauchtes Wort. In Coronazeiten hat es Hochkonjunktur. Gemeint ist laut Duden das »unbedingte Zusammenhalten«, ein »Zusammengehörigkeitsgefühl« oder das »Eintreten füreinander«.

Da jede Forderung die Abwesenheit des Geforderten zur faktischen Grundlage hat, gibt der Ruf nach Solidarität durchaus Aufschluss über den antagonistischen Charakter der Interessenverfolgung in der bürgerlichen Gesellschaft. Überflüssig wäre es jedenfalls, Menschen dort zur Solidarität aufzufordern, wo ihre individuelle Nutzenverfolgung mit der Bedürfnisbefriedigung aller anderen Gesellschaftsmitglieder glücklich zusammenfällt.

Weil die Individuen unter kapitalistischen Produktionsbedingungen ihre Interessen in der Regel nicht kooperativ miteinander, sondern konkurrierend gegeneinander verfolgen müssen und weil sie zugleich voneinander abhängig sind – das zeigt sich in der Krise –, stehen »Interesse« und »Allgemein...

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