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11.06.2003 / Inland / Seite 5

Tod eines Lobbyisten

Die Akte Möllemann: Ein Fallschirmspringer als Vermittler zwischen Waffenindustrie und Politik. Teil I

Jürgen Elsässer

»Ich weiß, daß manche es gerne sähen, wenn sich mein Fallschirm einmal nicht öffnen würde«, hatte Jürgen W. Möllemann vor einigen Monaten gescherzt, nachdem die FDP-Spitze ein Parteiausschlußverfahren gegen ihn eröffnet hatte. (zitiert nach Spiegel online, 5. Juni) Am vergangenen Donnerstag um 12.30 Uhr wurde aus dem Scherz tödlicher Ernst.

Seither sind die Big Players in Medien und Politik darum bemüht, die öffentliche Diskussion auf die Varianten Unfall oder Selbstmord zu beschränken. Familie und enge Freunde Möllemanns halten die Suizid-These für völlig abwegig und ein Unglück für schwer erklärbar. Auch die Staatsanwaltschaft schließt bis dato ein Fremdverschulden – im Klartext: einen Mord – nicht aus. Im Internet blühen Verschwörungstheorien, oft wird der israelische Geheimdienst Mossad als Drahtzieher ausgemacht. Der Jude ist schuld – das haben die Antisemiten schon immer gewußt. Auf diese Weise geraten inländische Vollblutarier als Tatverdächtige a...

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