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24.03.2020 / Inland / Seite 5

Leben im Ausnahmezustand

Geschlossene Tafeln, eingeschränkte Beratung, Notunterkünfte auf Sparflamme: Coronapandemie wird für die Ärmsten zur Existenzfrage

Susan Bonath

Als Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sonntag die bundesweiten Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen vorstellte, warb sie um Verständnis. Alle sollten außerhalb der Arbeit möglichst zu Hause bleiben, so Merkel. Nur eine wachsende, zahlenmäßig auf etwa 600.000 bis über eine Million Personen geschätzte Gruppe in der Bundesrepublik hatte sie in ihrer Ansprache nicht erwähnt: jene, die keine Wohnung haben, in die sie sich zurückziehen könnten. Eine Umfrage der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) bei Einrichtungen für Obdachlose offenbart einen drastischen Notstand. Für Betroffene wird die ausbleibende Hilfe zur Existenzfrage.

Überall haben die meisten Einrichtungen ihre Angebote enorm eingeschränkt oder gar komplett eingestellt. In Baden-Württemberg beispielsweise fahren die Beratungsstellen in Stuttgart, Ulm, Heidelberg, Freiburg, Karlsruhe, Ravensburg, Aalen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd ein Notprogramm. Es gebe Einlasskontrollen, der ...

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