Gegründet 1947 Mittwoch, 28. Oktober 2020, Nr. 252
Die junge Welt wird von 2422 GenossInnen herausgegeben
10.03.2020 / Ausland / Seite 8

»3.500 Gefangene befinden sich in Präventivhaft«

In Chile gehen Sozialproteste inmitten von Polizeigewalt weiter. Kritik an Prozess für neue Verfassung. Ein Gespräch mit Matías Orellana

Axel Plasa

Wie steht es gerade um den Aufstand in Chile?

Die Situation in Chile lässt sich am ehesten mit »Krise der Demokratie« umschreiben. Der Grund dafür, dass es zur sozialen Explosion gekommen ist, liegt im politischen und wirtschaftlichen Modell. Durch den Aufstand ist in Chile Raum für Organisierungsprozesse geschaffen worden. Es gibt Nachbarschaftsräte in jedem Viertel sowie kommunale und regionale Arten der Organisierung. In diesen Gremien werden verschiedenste Themen diskutiert – leider nimmt jedoch nur ein kleiner Teil der Bevölkerung an den Diskussionen teil.

Inwiefern ist Präsident Sebastián Piñera für die soziale Krise und die Repression verantwortlich?

Heute sprechen wir in Chile über Staatsterrorismus. Der Begriff Polizeigewalt trifft zu, wenn ein »Carabinero« (chilenische Polizeieinheit, jW) jemanden schlägt, jedoch andere Institutionen existieren, die die Betroffenen schützen und sich darum kümmern, für Gerechtigkeit zu sorgen. Im besten Fall wäre...

Artikel-Länge: 3890 Zeichen

Dieser Beitrag ist gesperrt und nur für Onlineabonnenten lesbar. Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem aus den Aboeinnahmen. Mit einem Onlineabo tragen Sie dazu bei, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Für Unentschlossene gibt es die Tageszeitung junge Welt auch am Kiosk, für 1,90 € wochentags und 2,30 € am Wochenende. Alle belieferten Verkaufsstellen in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Vollen Zugriff auf alle Artikel bietet das Onlineabo. Jetzt bestellen unter www.jungewelt.de/abo.

Unverzichtbar! Jetzt junge Welt stärken.

Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

43,60 Euro/Monat Soli: 55,60 €, ermäßigt: 30,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

20,60 Euro/Monat Soli: 27,60 €, ermäßigt: 13,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

43,60 Euro/Monat Soli: 55,60 €, ermäßigt: 30,60 €