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29.02.2020 / Thema / Seite 12

Deutungsherren und Drittmittelknechte

Herrschaftswissenschaft und späte Einsicht. Wie sich die Soziologie der Problematik der sozialen Ungleichheit annimmt

Michael Klundt

Das in Sonntagsreden beliebte Wort vom »sozialen Zusammenhalt« ist um so häufiger zu vernehmen, je stärker sich soziale, wirtschaftliche und politische Ungleichheitsverhältnisse ausprägen. Der Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD vom 12. März 2018 verspricht etwa im Titel nicht nur einen »Aufbruch für Europa« und »eine neue Dynamik für Deutschland«, sondern zudem einen »neuen Zusammenhalt für unser Land«. Inklusive Überschriften kommt der Begriff »Zusammenhalt« insgesamt 19mal im Koalitionsvertrag vor. Zugleich folgt die dritte »große Koalition« während der Amtszeit von Angela Merkel dem Dogma, dass es keine Steuererhöhungen geben dürfe, und zwar für niemanden – auch für Großkonzerne, Reiche oder Hyperreiche nicht.

Christoph Butterwegge schreibt dazu in seinem Buch »Die zerrissene Republik«: »Während die Schlüsselbegriffe ›Digitalisierung‹ und ›digital‹ in dem (…) 173 Seiten umfassenden Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD...

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