02.06.2003 / Ansichten / Seite 3

Argentinien nach der Diktatur: Pilotverfahren von Erfolg gekrönt?

jW sprach mit der in Uruguay lebenden Journalistin Gaby Weber

Kaspar Loeben

* Gaby Weber hat ihre Recherchen zu den verschwundenen Arbeitern von Daimler-Benz in Argentinien während der Militärdiktatur 1976-1983 sie in dem Buch »Die Verschwundenen von Daimler-Benz« sowie in einem Dokumentarfilm verarbeitet.

F: Ihre Recherchen haben dazu geführt, daß der stellvertretende Vorsitzende des Internationalen Metallarbeiter-Bundes (IMB), José Rodriguez, vor zwei Wochen seiner Funktion entbunden wurde. Was werfen Sie Rodriguez, der zugleich Generalsekretär der argentinischen Automobilarbeiter-Gewerkschaft (SMATA) ist, vor?

Wie im offiziellen Tarifvertrag nachzulesen, hatte Rodriguez in den siebziger Jahren in Argentinien mit den Unternehmern, darunter Mercedes-Benz, ein Tarifabkommen verhandelt. Demnach floß ein Prozent des Umsatzes aus dem Autoverkauf in einen Geheimfonds. Dieses Geld diente der »Ausmerzung negativer Elemente« im Betrieb und wurde von Rodriguez verwaltet. Die SMATA hatte unter seiner Führung nach den Dokumenten, di...



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