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27.02.2020 / Schwerpunkt / Seite 3

Mit Hilfe Berlins

Trotz Menschenrechtsverletzungen kooperieren deutsche Polizeibehörden mit den chilenischen »Carabineros«

Tobias Reinhardt und Ricardo Amigo, Santiago de Chile

Seit dem 18. Oktober 2019 kommt es in Chile regelmäßig zu Massendemonstrationen. Die teils gewaltsamen Proteste entzündeten sich an einer Fahrpreiserhöhung der U-Bahn-Tickets in der Hauptstadt Santiago, weiteten sich jedoch bald zu einem Aufstand gegen die soziale Ungleichheit in dem südamerikanischen Land aus.

Statt politische Auswege aus der Krise zu suchen, setzt die Regierung vor allem auf die Kontrolle der »öffentlichen Ordnung« durch die für Gewalttätigkeit bekannten, paramilitärischen »Carabineros«, der chilenischen Polizei. Drastische Menschenrechtsverletzungen sind die Folge. Allein das unabhängige Nationale Institut für Menschenrechte (INDH) dokumentierte Fälle von 3.765 Verwundeten, darunter über 2.000 mit Schuss- und fast 450 mit Augenverletzungen. Dazu kommen 520 Fälle von Folter durch Polizeibeamte und fast 200 Fälle von sexualisierter Gewalt. Auch internationale Organisationen wie Amnesty International, Human Rights Watch, die Hochkommissar...

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