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13.02.2020 / Medien / Seite 15

Attacken auf Telesur

Abgeschaltet und okkupiert: Prediger der Pressefreiheit im Westen schauen weg, wenn rechte Putschisten in Lateinamerika diese mit Füßen treten

Volker Hermsdorf

Presse- und Meinungsfreiheit gehören wie Menschenrechte – so lernen es bereits Schulkinder – zu den höchsten Werten der westlichen Gemeinschaft. Als der sich selbst »Präsident« nennende venezolanische Oppositionspolitiker Juan Guaidó Anfang Januar ankündigte, den alternativen Nachrichten- und Fernsehkanal Telesur mundtot machen zu wollen, schwiegen die hiesigen Wächter der Pressefreiheit. Der Angriff auf den einzigen multinationalen Nachrichtensender, der globalen Meinungsgiganten wie CNN, BBC, dem Auslandssender Deutsche Welle und den privaten Medienkonzernen in Lateinamerika eine »Sicht des Südens« entgegensetzt, wurde von hiesigen Meinungsmachern kaum hinterfragt. Und während Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel am 13. Januar per Twitter die »Bedrohung einer Stimme der Völker« anprangerte, hielten sich deutsche und EU-Regierungspolitiker bedeckt.

Anscheinend messen Politik und Macher der großen Medien des Westens auch bei der Presse- und Meinungsfreiheit ...

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