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13.02.2020 / Ansichten / Seite 8

Tricksen und täuschen

Millionen Arbeiter um Mindestlohn geprellt

Simon Zeise

Auf den ersten Blick verheißen die Zahlen rosige Zeiten. Seit 2010 sind die Reallöhne im Durchschnitt um 1,2 Prozent pro Jahr gestiegen, vermeldete das Statistische Bundesamt am Mittwoch. Die Kaufkraft werde gestärkt, die Wirtschaft angekurbelt. Soweit, so gut.

Nur kommt das Geld bei weitem nicht bei allen an. Mehr als 20 Prozent aller Erwerbstätigen hängen im Niedriglohnsektor fest. Rund 7,7 Millionen Menschen müssen sich hierzulande das Nötigste vom Mund absparen. Ihr Einkommen beträgt weniger als zwei Drittel des Medianlohns.

Doch den Unternehmern ist das nicht genug. Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung wurden 2018 rund 2,4 Millionen Beschäftigte um ihren gesetzlich garantierten Mindestlohn geprellt. Ziehe man den tatsächlichen Stundenlohn, also inklusive Überstunden, heran, seien es sogar 3,8 Millionen Beschäftigte gewesen.

Um die Lohndrückerei zu unterbinden, müsste die Arbeitszeit p...

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