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11.02.2020 / Feuilleton / Seite 10

Tod im Bällebad

Staatsschauspiel Dresden: Friederike Heller findet für Ingo Schulzes Schelmenroman »Peter Holtz« unaufdringliche Bilder

Erik Zielke

Eine gut gepolsterte Schräge ragt tief über die Bühne im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden. Wie eine Gummiwand umreißt sie das Irrenhaus Deutschland in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Ausstattung: Sabine Kohlstedt). Darauf steht nackt der junge Schauspieler Moritz Kienemann, der mittlerweile in der dritten Spielzeit zum Dresdner Ensemble zählt und hier auch große Rollen übernimmt. Wen verkörpert der unbekleidete Darsteller? Einen Verrückten oder doch das unschuldig-naive Kind, dem jedes absichtsvoll böse Verhalten fremd ist?

Es ist die Titelfigur von »Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst«, ein ostdeutscher Till Eulenspiegel. Regisseurin Friederike Heller hat sich den letzten Roman des aus der sächsischen Landeshauptstadt stammenden Schriftstellers Ingo Schulze vorgenommen. Wie es sich für einen modernen Schelmengeschichte gehört, wird die Fabel temporeich und energetisch, aber nicht ohne Tiefgang von sieben Schauspi...

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