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20.05.2003 / Thema / Seite 10

Markt der religiösen Möglichkeiten

Konfessionsfreie Verbände sollten sich gegen GATS wehren, denn mit dem Dienstleistungsabkommen erreicht der Ausverkauf der Mündigkeit einen neuen Höhepunkt

Christoph Lammers

Über die Zukunft der Bildung wird nicht erst seit PISA gestritten. Die einen schwören auf die staatliche Hand im Bildungssystem, die anderen plädieren für eine stärkere Öffnung des Bildungssektors für private Anbieter. Durch das GATS-Abkommen (General Agreement on Trade in Services) der Welthandelsorganisation WTO steht eine weitreichende Liberalisierung der öffentlichen Dienstleistungen bevor – auch des »Bildungsmarktes«. Wenn Schranken fallen, bedeutet dies nicht nur mehr Freiheit und weniger Staat; zuallererst bringt dies ein Mehr an Verantwortung für Eltern und Schülerinnen und Schüler, da sie einer Vielzahl von Alternativen gegenüberstehen. Doch wessen Angebote werden sich auf dem neuen Markt der Möglichkeiten kurzfristig durchsetzen?


Was ist GATS?


Der kommerzielle Handel mit Dienstleistungen – insbesondere mit der Ressource »Bildung« – ist derzeit der dynamischste Wachstumsbereich der Weltwirtschaft. Durch erfolgreiche Lobbyarbeit von Wir...



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