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17.05.2003 / Feuilleton / Seite 0

Im Griff der Ölmultis

Vom Petroleum zum Superbenzin. Eine Geschichte der deutschen Mineralölwirtschaft

Hans G Helms

Die Erfindung des Verbrennungsmotors machte […] das Öl, beziehungsweise seine Derivate, zu einem Energieträger, für den es keine bekannte Alternative gab. Es wurde […] zu einem wirtschaftlichen und militärischen Machtfaktor.« Der aktuelle Raubkrieg gegen den Irak bekräftigt das Urteil der Historiker Rainer Karlsch und Raymond G. Stokes, mit dem sie ihre Geschichte der Mineralölwirtschaft in Deutschland 1859 – 1974 einleiten. Finanziert von der RWE Dea AG, einem von zwei noch in der Exploration und Förderung von Erdöl und Erdgas tätigen deutschen Multis, stellen die Autoren dar, daß ein an Kohlenwasserstoffen armes Land wie das unsrige ausländischen Ölgiganten untertänig war und ist. Diese Abhängigkeit begann um 1860 mit dem ersten Erdölprodukt, dem Petroleum, als primärer Lichtquelle.

Kurz nachdem Edwin Drakes »Bohrung in Titusville (Pennsylvania) 1859 erfolgreich war«, ließ John D. Rockefeller Raffinerien bauen, um durch Cracken Petroleum aus dem Öl zu ...

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