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08.01.2020 / Titel / Seite 1

Moskau mischt mit

Krisendiplomatie gegen den Krieg. Putin trifft Assad und Erdogan. EU will sich Einfluss in Libyen sichern

Jörg Kronauer

In Libyen gerät die mit Hilfe der UNO installierte »Einheitsregierung« von Ministerpräsident Fajis Al-Sarradsch weiter unter Druck. Truppen ihres Gegners Khalifa Haftar konnten zu Wochenbeginn mit der Eroberung der Hafenstadt Sirte einen wichtigen Erfolg erzielen. Eine mit Al-Sarradsch verbündete Miliz, die Sirte bislang kontrolliert hatte, zog gestern aus der Stadt ab. Haftars Vormarsch gelang, obwohl die Türkei mit der Entsendung von Soldaten nach Tripolis begonnen hat; dort unterstützen sie Sarradschs Truppen. Libyen wird damit immer mehr zum Schauplatz eines Stellvertreterkriegs, in dem die »Einheitsregierung« von der Türkei und Katar gefördert wird, Haftar hingegen von den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten und Russland. Mit Blick auf die Entsendung türkischer Truppen rief der UN-Sonderbeauftragte für Libyen, Ghassan Salamé, am Dienstag alle involvierten Staaten zum unmittelbaren Rückzug aus dem »libyschen Alptraum« auf: »Hören Sie auf, Söldner...

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