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06.01.2020 / Feuilleton / Seite 11

Des Widerwärtigen Dröhnung

Am Wiener Burgtheater versucht sich Martin Kusej an einer Dekonstruktion von Kleists »Hermannsschlacht«

Reinhard Lauterbach

Um Heinrich von Kleist ist es längst still geworden. Seine »Lustspiele« finden vielleicht noch gelegentlich für Sommerfestivals in der Provinz ins Repertoire; die Pflicht-Neigung-Dialektik, die der Autor als Schüler noch am »Prinz von Homburg« exemplifizieren durfte, ist irgendwie auch aus der Mode gekommen. Und Kleists umfangreichstes Bühnenwerk, die über dreistündige »Hermannsschlacht«, ist sowieso eine Rarität.

Insofern ist es von der Repertoireplanung her nachvollziehbar, dass das Wiener Burgtheater dieses Stück aus der Versenkung geholt hat. Trotz des schlechten Rufs, den es im Literaturbetrieb genießt: als Apologie eines schrankenlosen Nationalismus, der zudem mit der deutsch-französischen Aussöhnung in der alten Bundesrepublik politisch endgültig neben der Spur zu sein schien. Eine affirmative Wiederaufführung war also nicht denkbar; Claus Peymann stellte 1982 eine Nebenhandlung in den Mittelpunkt seines Versuchs einer Wiederbelebung des Stücks. Am...

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