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16.12.2019 / Ausland / Seite 6

Nichts zu lachen

Jahresrückblick 2019. Heute: Ukraine. Ein Komiker ist neuer Präsident. In ihn gesetzte Hoffnungen wurden bisher enttäuscht

Reinhard Lauterbach

Formal hat sich die Ukraine 2019 als demokratischer Staat bewährt. Bei der Präsidentenwahl, die am 31. März und 21. April stattfand, fiel der bisherige Amtsinhaber Petro Poroschenko trotz aller ihm traditionell zur Verfügung stehenden »administrativen Ressourcen« mit Pauken und Trompeten durch und verlor gegen einen politischen Newcomer. Die 73 Prozent, die Wolodimir Selenskij im zweiten Wahlgang auf sich vereinte, waren ein klares Zeichen des Überdrusses der ukrainischen Bevölkerung nach fünf Jahren eines nicht enden wollenden Krieges, sozialer Verelendung und blühender Korruption.

Genau dies, dass Poroschenko sich zwar fünf Jahre lang den Forderungen seiner westlichen Förderer nach energischer Korruptionsbekämpfung entzogen und sein Amt auch zu seinem persönlichen Vorteil ausgenutzt hatte, die Wahlniederlage aber ohne größere Fälschungsversuche akzeptierte, deutet freilich darauf hin, dass der Machtwechsel des Frühjahrs 2019 letztlich ein ausgehandelter...

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