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10.05.2003 / Thema / Seite 10

Paukenschlag im Kalten Krieg

Die Churchill-Initiative vom 11. Mai 1953 zur deutschen Frage. Rußland horchte auf, Adenauer war erschrocken, Amerika befremdet

Siegfried Prokop

Am 11. Mai 1953 eröffnete der britische Premierminister Sir Winston Churchill die außenpolitische Debatte im Unterhaus. Da Außenminister Anthony Eden krank war, nutzte Churchill die Gunst der Stunde für die Übernahme des außenpolitischen Ressorts und sprach über »das immense und furchtbare deutsche Problem«, das »beherrschende Problem in Europa«. Seit dem Potsdamer Abkommen sei der Abschluß eines Friedensvertrages mit Deutschland nicht näher gerückt. Erforderlich sei eine Konferenz auf höchster Ebene, die nicht durch eine strenge Tagesordnung belastet werde.



Zwei, drei Schwierigkeiten


Churchill ging detailliert auf die Entwicklung in der Sowjetunion nach dem Tode Stalins ein und sagte: »Es würde, wie ich glaube, ein Fehler sein, anzunehmen, daß mit der Sowjetunion nichts geregelt werden kann, sofern oder solange nicht alles geregelt wird. Die Regelung von zwei oder drei unserer Schwierigkeiten würde ein wichtiger Gewinn für jedes friedliebend...




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