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05.12.2019 / Inland / Seite 5

Wühltisch für Jobs

Arbeitsgerichtsurteil: Crowdworker sind keine Angestellten. Abhängigkeitsgrad rechtfertige Ansprüche nicht

Susanne Knütter

Nur weil man wirtschaftlich abhängig ist, ist man noch lange nicht angestellt. Das Landesarbeitsgericht München entschied am Mittwoch, dass zwischen sogenannten Crowdworkern und der Internetplattform, die ihnen Aufträge vermittelt, kein Arbeitsverhältnis besteht. Ein Arbeitsvertrag liege nach der gesetzlichen Definition nur dann vor, »wenn der Vertrag die Verpflichtung zur Leistung von weisungsgebundener, fremdbestimmter Arbeit in persönlicher Abhängigkeit vorsieht«, teilte das Gericht mit. Das drücke sich darin aus, dass Beschäftigte Arbeitsanweisungen »hinsichtlich Zeit, Ort und Inhalt der geschuldeten Dienstleistung« beachten müssten und »in die Arbeitsorganisation des Arbeitgebers eingebunden« seien.

Crowdworker übernehmen Jobs für Firmen und bieten ihre Dienste über das Internet an. Sie arbeiten über Apps oder Internetplattformen und konkurrieren im Netz um Aufträge. Vor dem Landesarbeitsgericht hatte ein »Mikrojobber« darauf geklagt, Angestellter de...

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