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05.12.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

»Die AfD ist profaschistisch«

Rechtsaußenlager kann bei Stichwahlen auf Bundesebene mehr als 50 Prozent mobilisieren. Ein Gespräch mit Andreas Kemper

Kristian Stemmler

Nach dem Bundesparteitag der AfD in Braunschweig sind sich die Kommentatoren nicht einig, ob er als weiterer Rechtsruck zu werten ist. Wie sehen Sie das?

Es handelt sich um einen weiteren Rechtsruck. Ich kann dies an zwei Wahlentscheidungen festmachen: Zum einen wurde Andreas Kalbitz in einer Stichwahl gegen Kay Gottschalk gewählt. Hier standen sich die beiden »Lager« konträr gegenüber. Kalbitz ist zwar letztlich nur bestätigt worden, aber anders als bei seiner letzten Wahl sind inzwischen zahlreiche Informationen über seine Vergangenheit bekanntgeworden, die zeigen, dass er sich seit 1993 im neonazistischen Umfeld bewegt. Auch die Wahl von Joachim Paul geht in diese Richtung. Zwar unterzeichnete er wie sein ehemaliger Parteichef Uwe Junge in Rheinland-Pfalz den »Appell der hundert« gegen Björn Höcke. Aber nachdem bekanntgeworden war, dass er mutmaßlich in einer NPD-nahen Zeitschrift publiziert hat, verhinderte Junge, dass Paul seinen Vorsitz in Rheinland...

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