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12.11.2019 / Inland / Seite 5

Elend der Straße

Verein schlägt Alarm: Immer mehr Menschen in Deutschland haben keine Wohnung

Christina Müller

Die Verelendung in deutschen Städten nimmt zu. Mindestens 678.000 Menschen, also mehr als die Stadt Leipzig Einwohner hat, hatten im vergangenen Jahr kein eigenes Dach über dem Kopf. Etwa sechs Prozent von ihnen lebten vollständig auf der Straße. Das geht aus einer neuen Schätzung hervor, welche die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) am Montag veröffentlichte. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um etwa 4,3 Prozent. Darunter befinden sich demnach auch rund 55.000 Kinder und Jugendliche. Etwa jeder zwölfte Betroffene sei minderjährig, informierte BAGW-Geschäftsführerin Werena Rosenke in einer Pressemitteilung.

Geflüchtete sind demnach besonders vom Absturz bedroht. Werden sie anerkannt, sollen sie die Massenunterkünfte verlassen. Doch das können sie oft nicht, denn zu den kaum vorhandenen bezahlbaren Wohnungen haben sie selten Zugang. Deshalb stellen sie laut BAGW mit fast zwei Dritteln den größten Anteil der wohnungslosen Me...

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