Gegründet 1947 Dienstag, 26. Mai 2020, Nr. 121
Die junge Welt wird von 2295 GenossInnen herausgegeben
08.11.2019 / Feuilleton / Seite 11

Würde bewahren

Zum Tod des US-Schriftstellers Ernest Gaines

Michael Saager

»Unser Leben wurde oft so erzählt, als ob wir keine Geschichte hätten«, sagte Ernest Gaines einmal. Der 1933 auf der River-Like-Plantage in Louisiana geborene afroamerikanische Schriftsteller machte in seinen Romanen also das Gegenteil. Er schrieb über den Alltag Schwarzer in einer rassistischen Gesellschaft, über Menschen, deren Leben er gut kannte. Etwa das seiner verkrüppelten Großtante Augusteen, von der Gaines großgezogen worden war und der er in dem 1971 erschienenen Roman »The Autobiography of Miss Jane Pittman« ein literarisches Denkmal setzte, eine Art Blues, rhythmisch stark, lakonisch.

Es ist durchaus erstaunlich, dass Gaines überhaupt Schriftsteller werden konnte, ein preisgekrönter zumal...

Artikel-Länge: 2217 Zeichen

Dieser Beitrag gesperrt und nur für Onlineabonnenten lesbar. Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem aus den Aboeinnahmen. Bitte tragen auch Sie mit einem Onlineabo dazu bei, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €