Gegründet 1947 Montag, 25. Mai 2020, Nr. 120
Die junge Welt wird von 2295 GenossInnen herausgegeben
04.11.2019 / Inland / Seite 2

»Wir haben unseren Elan verloren«

Nach desaströsem Wahlergebnis: Sächsischer Landesverband von Die Linke steht vor Neuaufstellung. Ein Gespräch mit Susanne Schaper

Steve Hollasky

Bei der sächsischen Landtagswahl im September verlor Die Linke mehr als acht Prozentpunkte und erhielt nur noch gut zehn Prozent der Stimmen. Vor dem Mitte November anstehenden Landesparteitag, auf dem die Vorsitzende Antje Feiks nicht erneut kandidieren wird, erklärte diese, es gehe »um das Überleben der Linken«. Als Kandidatin für den Landesvorsitz: Teilen Sie die Einschätzung?

Ich würde nicht von einem Überlebenskampf sprechen, aber die Krise trägt in der Tat existentielle Züge. Die Zukunft von Die Linke als gesellschaftlich bedeutsamer sozialistischer Partei ist stark gefährdet. Das bezeugt nicht nur die Annäherung an die Wahlergebnisse von 1990 und 2002, als die damalige PDS nur noch mit zwei direkt gewählten Kandidatinnen im Bundestag vertreten war. Noch dramatischer ist die Tatsache, dass bei wichtigen Teilen unserer Zielgruppen – Arbeitern, Arbeitslosen und Menschen mit geringem Einkommen – rechte Kräfte in Sachsen inzwischen häufig mehr Zustimmun...

Artikel-Länge: 4325 Zeichen

Dieser Beitrag gesperrt und nur für Onlineabonnenten lesbar. Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem aus den Aboeinnahmen. Bitte tragen auch Sie mit einem Onlineabo dazu bei, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €