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02.11.2019 / Geschichte / Seite 15

Restauration statt Aufbruch

Am 4. November 1989 demonstrierten Hunderttausende DDR-Bürger in Berlin für einen neuen Sozialismus

Stefan Bollinger

Wohl eine halbe Million Menschen demonstrierten am 4.November 1989 in Ostberlin für die DDR. Fast so wie vier Wochen zuvor, als die Republik sich zum 40. Mal feiern ließ. Und doch eine andere Zeit. Berliner, Zugereiste, nicht wenige SED-Mitglieder strömten auf den Alexanderplatz in Erwartung einer neuen Epoche für ihren souveränen, künftig demokratisch-sozialistischen Staat. Entsprechend fielen die Losungen auf den Transparenten aus.

Berliner Künstler, Schauspieler und Schriftsteller hatten den Rechtsanwalt Gregor Gysi einige Tage zuvor gebeten, die Demo anzumelden, die einzige, größte und letzte ihrer Art in der bald verschwindenden DDR. Überraschend wurde sie genehmigt. Zwar konnte man sich auf das Versammlungs-, Meinungs- und Vereinigungsrecht der Artikel 27 und 28 der DDR-Verfassung berufen. Aber ungewöhnlich war es doch in einem Staat, der sich stets sorgte, dass die Partei kritisiert oder ihre Macht in Frage gestellt werden könnte. Nun forderten Red...

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