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02.11.2019 / Feuilleton / Seite 11

»Ein Tunnel unter der Zeit«

Endzeitmusik in Sekunden-Seligkeit: Markus Hinterhäuser spielt in Berlin Klaviersonaten von Galina Ustwolskaja

Berthold Seliger

Die russische Komponistin Galina Ustwolskaja (1919–2006) ist ein großes Rätsel. Sie hat nur wenige ihrer Werke autorisiert, gerade einmal 25. Interviews gab sie grundsätzlich nicht: In ihrer Musik ist doch alles gesagt. Raschem Ruhm stand sie skeptisch gegenüber, und sie war auch gelernte Sowjetbürgerin – so schrieb sie einer westlichen Plattenfirma, die nach dem Ende der UdSSR Aufnahmen ihrer Werke veröffentlichen wollte, misstrauisch, sie wolle doch sehr hoffen, dass dies nicht bloß »von ökonomischen Erwägungen« motiviert sei. Die wenigen Musikerinnen und Musiker, die ihre Bekanntschaft machten, berichten von einer extrem zurückgezogen lebenden, menschenscheuen Komponistin, die sehr genau wusste, wie ihre Musik aufzuführen sei, ohne dies näher erklären zu wollen – »sie sprach nie darüber, wie sie irgendwas komponiert hat oder was ihre Werke bedeuten sollen, und sie sagte auch nichts zur Interpretation«, erzählt der Pianist Alexei Lubimov. Laut dem Celli...

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