Gegründet 1947 Sa. / So., 22. / 23. Februar 2020, Nr. 45
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31.10.2019 / Feuilleton / Seite 11

Der rechte Flügel des Neoliberalismus

Ein wichtiger Sammelband über die Sozial- und Wirtschaftspolitik der AfD – nicht nur für Thüringer

Michael Bittner

Ist die AfD die neue Arbeiterpartei? Mit Bangen stellen sich immer mehr Linke diese Frage. Die rechten Agitatoren bejahen sie selbst längst triumphierend. Die Frage rührt schmerzvoll an die Wurzel des linken Selbstverständnisses. Seit dem 19. Jahrhundert verstehen sich Sozialisten und Kommunisten als politische Vertreter des Proletariats. Würde das sich dauerhaft von der linken Bewegung abwenden, wäre ihr der wichtigste Antrieb genommen. Der Hinweis, die AfD habe Wähler in allen sozialen Schichten und werde von Männern aus dem Mittelstand und der gesellschaftlichen Elite angeführt, kann nicht beruhigen. Bei der letzten Bundestagswahl stimmten bereits 21 Prozent der Arbeitenden und Arbeitslosen für die AfD. Und bei den Landtagswahlen im Osten Deutschlands gelang der AfD das, was der FPÖ in Österreich schon längst gelingt: Sie wurde unter Arbeiterinnen und Arbeitern stärkste Partei. Gerade stimmten in Thüringen 39 Prozent der Arbeiter für die Faschisten um ...

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